lagfa SH spricht für Ehrenamt im Kabinett

Gruppenbild Alexandra Hebestreit, Aminata Touré Daniel Günther, Torsten Sommer

Was das Ehrenamt jetzt von der Politik braucht Eine Rede von Alexandra Hebestreit Die Landesregierung hat das Ehrenamt am 1. September 2026 zum Schwerpunkt ihrer auswärtigen Kabinettssitzung in Itzehoe gemacht. Unter den Expertinnen und Experten, die zum Thema Ehrenamt gehört wurden, war Alexandra Hebestreit, Mitglied der Geschäftsführung der lagfa SH. Ihre Rede hier im Wortlaut: Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder der Landesregierung zunächst mein herzlicher Dank für die Gelegenheit, heute hier sprechen zu dürfen. Mein Name ist Alexandra Hebestreit und ich bin Mitglied der Geschäftsführung der lagfa, der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Schleswig-Holstein. Mit inzwischen 51 Mitgliedsorganisationen ist die lagfa die landesweite Interessenvertretung und bildet gleichzeitig die Fach- und Vernetzungsstruktur für Ehrenamt und Engagementförderung in Schleswig-Holstein. Mit mehr als 42 Fachveranstaltungen mit insgesamt über 1000 Teilnehmenden, sowie der jährlichen Engagementkonferenz als der landesweiten Großveranstaltung für das Thema Engagement, hat sich die lagfa zur zentralen Ansprechpartnerin für Engagementförderung in unserem Land entwickelt Sie wird gebraucht. Und sie wirkt! Die lagfa verbindet Kommunen, Freiwilligenagenturen, Wohlfahrtsverbände, Initiativen und weitere Akteure. Sie bündelt Erfahrungen und Wissen. Sie berät, qualifiziert und vernetzt. Als strategische Partnerin der Engagementstrategie Schleswig-Holstein ist sie wichtiges Verbindungsglied zwischen der Landesregierung und den Strukturen der Engagementförderung im Land. Wenn wir über die Stärke unserer Demokratie sprechen, sprechen wir nicht nur über Wahlen, Parlamente und politische Institutionen. Demokratie lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen, sich einbringen, mitgestalten und gemeinsam Lösungen finden – Demokratie lebt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger, Demokratie lebt vom „Mitmachen“. Aber Engagement und Ehrenamt sind keine Selbstverständlichkeit. Menschen, die sich engagieren wollen, brauchen Ansprechpartner, brauchen Begleitung, Beratung, Vernetzung und gute Rahmenbedingungen. Vereine und Initiativen brauchen Unterstützung. Kommunen brauchen Partner, insbesondere dort, wo eigene Fachstrukturen fehlen. Wir erleben gerade viele Krisen und Bedrohungslagen. Die Entwicklung tragfähiger Konzepte für den Zivil- und Bevölkerungsschutz hat durch die veränderte globale Sicherheitslage höchste politische und gesellschaftliche Priorität erlangt. Ein wichtiger Baustein dabei sind Spontanhelfende. Jede Krise der letzten Jahre hat gezeigt, wie groß die Engagementbereitschaft in Schleswig-Holstein ist! Die Möglichkeit, sich spontan einzubringen und zu engagieren, ist ein auch psychologisch wichtiges Mittel für Menschen, ihrer gefühlten Machtlosigkeit, ihrer Ohnmacht durch eigene Tatkraft etwas entgegensetzen zu können. So haben sich bei Ausbruch des Ukrainekrieges allein im nettekieler Ehrenamtsbüro rund 800 Menschen innerhalb der ersten Woche gemeldet, die sich spontan engagieren wollten und konnten. Damit diese Hilfsbereitschaft nicht ins Leere läuft – deshalb sind Strukturen und feste Ansprechpartner*innen so wichtig. Wenn wir in Krisen spontan handlungsfähig sein und bleiben wollen, brauchen wir jetzt stabile, krisenfeste und nachhaltige Strukturen! Und lassen Sie mich noch einen weiteren Punkt einbringen: Wir alle schauen derzeit mit großer Sorge auf den Ausgang der kommenden Landtagswahlen. Antidemokratische Tendenzen haben traditionell wenig Interesse an einer starken Zivilgesellschaft. Ehrenamt ist ein wichtiger Baustein einer starken Zivilgesellschaft und Engagementförderung ist Demokratiestärkung. Als Mitglied der Geschäftsführung kann ich sagen, Schleswig-Holstein ist mit seiner Engagementstrategie im Ländervergleich auf einem sehr guten Weg! Die Engagementstrategie hat in den letzten Jahren gute und wichtige Strukturen der Engagementförderung in ganz Schleswig-Holstein schaffen können, die lagfa SH ist eine davon! Dafür möchte ich der Landesregierung im Namen aller Partnerinnen und Partner der Engagementstrategie danken! Jetzt gilt es, diese Strukturen langfristig zu sichern und nachhaltig aufzustellen! Lassen Sie uns gemeinsam dafür Sorge tragen! Gerade mit Blick auf die kommende Landtagswahl sollten wir diese Aufgabe über einzelne Wahlperioden hinausdenken. Die Stärkung unserer Demokratie endet nicht mit einer Legislaturperiode. Demokratie ist eine Daueraufgabe. Engagementförderung ist eine Daueraufgabe.Und deshalb muss auch die Sicherung ihrer Strukturen langfristig angelegt sein. Daher unser Wunsch und unsere Bitte an Sie: Lassen Sie uns gemeinsam den erfolgreichen Weg der vergangenen Jahre in eine nachhaltige Zukunft überführen. Lassen Sie uns die lagfa SH und die Strukturen der Engagementförderung jetzt sichern und festigen – politisch, organisatorisch und finanziell. Wer Ehrenamt stärken will, muss die Strukturen stärken, die Ehrenamt ermöglichen – und zwar für jeden und jede. Und: Wer diese Strukturen nachhaltig sichert, stärkt unsere Demokratie – Heute – 2027  – und weit darüber hinaus. Herzlichen Dank.

Anerkennungskultur im Engagement: Warum Wertschätzung den Unterschied macht

Stoffbeutel mit Aufschrift "Engagiert mit Herz"

Engagementpolitischer Austausch eröffnet neue Perspektiven Warum beenden Menschen ihr freiwilliges Engagement – und was können Engagementfördernde tun, um sie langfristig zu halten? Mit dieser Frage beschäftigte sich der jüngste engagementpolitische Austausch der lagfa Schleswig-Holstein am 18. Juni 2026, der gemeinsam mit dem Kompetenzteam Engagement des Paritätischen veranstaltet wird. Mehr als 20 Teilnehmende aus Stiftungen, Verbänden, Freiwilligenagenturen und weiteren engagementfördernden Organisationen kamen digital zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen. Ausgangspunkt der Diskussion war die Beobachtung, dass viele Engagierte ihr Ehrenamt nicht aufgrund fehlender Motivation beenden, sondern weil sie im Laufe ihres Engagements negative Erfahrungen machen. Fehlende Wertschätzung, unklare Erwartungen, Konflikte oder Überforderung können dazu führen, dass Menschen sich zurückziehen. Manchmal nicht nur aus einer konkreten Aufgabe, sondern dauerhaft aus dem freiwilligen Engagement. Im Mittelpunkt des Austauschs stand daher die Frage, welche Rolle eine gelebte Anerkennungskultur spielt. Die Teilnehmenden waren sich einig: Wertschätzung zeigt sich nicht allein in Auszeichnungen oder Dankesveranstaltungen. Sie beginnt im Alltag: durch eine offene Kommunikation, verlässliche Ansprechpersonen, ehrliches Interesse an den Bedürfnissen der Engagierten und die Möglichkeit, Grenzen zu setzen. Selbstfürsorge und Abgrenzung wurden als wichtige Voraussetzungen benannt, damit freiwilliges Engagement langfristig Freude bereitet und nicht zur Belastung wird. Diskutiert wurde außerdem, welche Handlungsmöglichkeiten Engagementfördernde in Kommunen und Organisationen haben. Deutlich wurde, dass sie eine wichtige Rolle dabei spielen, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, Konflikte frühzeitig aufzugreifen und Engagierte individuell zu begleiten. Gerade Kommunen können dazu beitragen, eine Kultur der Anerkennung zu stärken und Engagement nachhaltig zu fördern. Literaturtipps Nächster Engagementpolitischer Austausch im September Der engagementpolitische Austausch bietet den Mitgliedern der lagfa SH regelmäßig Raum, aktuelle Herausforderungen der Engagementförderung gemeinsam zu diskutieren, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Das Format ist eine Kooperation der lagfa Schleswig-Holstein mit dem Kompetenzteam Engagement des Paritätischen SH. Der nächste engagementpolitische Austausch findet am 17. September 2026 von 11:00 bis 12:00 Uhr statt. Dann steht das Thema „NGOs unter Druck – Demokratisch positionierte Engagementförderung in Zeiten antidemokratischer Bedrohungen“ im Mittelpunkt. Themenwünsche für kommende Veranstaltungen können jederzeit an Alexandra Hebestreit (hebestreit@lagfa-sh.de) gesendet werden.

Engagementkonferenz Schleswig-Holstein 2026: Gemeinsam für ein starkes Miteinander

Bühne mit "Herzlich willkommen"

Gemeinsam für ein engagiertes Schleswig-Holstein Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht von allein. Er wächst dort, wo Menschen sich begegnen, einander zuhören und Verantwortung füreinander übernehmen. Genau darum geht es bei der Engagementkonferenz Schleswig-Holstein 2026, die am 5. November 2026 im Wissenschaftszentrum Kiel stattfindet. Unter dem Motto „Gemeinsam für ein starkes Miteinander in Schleswig-Holstein“ bringt die Konferenz engagierte Menschen aus Kommunen, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie freiwilliges Engagement dazu beitragen kann, unsere Gesellschaft widerstandsfähig, solidarisch und zukunftsfähig zu gestalten. Veranstaltet wird die Engagementkonferenz 2026 von der lagfa Schleswig-Holstein in Kooperation mit den Kommunalen Landesverbänden Schleswig-Holsteins sowie dem Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein. Warum freiwilliges Engagement heute wichtiger ist denn je Unsere Gesellschaft steht vor vielfältigen Herausforderungen: gesellschaftliche Polarisierung, demografischer Wandel, Einsamkeit, Nachwuchsgewinnung im Ehrenamt und die Frage, wie wir trotz unterschiedlicher Meinungen respektvoll miteinander im Gespräch bleiben. Gerade in solchen Zeiten zeigt sich die besondere Bedeutung des freiwilligen Engagements. Ehrenamtlich engagierte Menschen schaffen Begegnungsorte, fördern den Austausch zwischen Generationen und stärken das Vertrauen innerhalb der Gemeinschaft. Sie bauen Brücken zwischen Menschen, Lebenswelten und Perspektiven. Die Engagementkonferenz möchte diesen Beitrag sichtbar machen und gemeinsam mit den Teilnehmenden darüber diskutieren, wie eine lebendige Engagementkultur auch in Zukunft gestärkt werden kann. Die zentralen Themen der Engagementkonferenz 2026 Mit Blick auf die Landtagswahl 2027 setzt die Konferenz bewusst ein Zeichen für Zusammenhalt und demokratische Teilhabe. Gemeinsam werden unter anderem folgende Fragen diskutiert: Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch, neue Perspektiven und praxisnahe Impulse, die direkt in die Arbeit vor Ort mitgenommen werden können. Netzwerken, inspirieren lassen und neue Ideen entwickeln Die Engagementkonferenz ist mehr als eine Fachveranstaltung. Sie ist eine Gelegenheit, Menschen kennenzulernen, die sich mit Herzblut für ihre Kommune, ihren Verein oder ihre Initiative einsetzen. Teilnehmende können wertvolle Kontakte knüpfen, Erfahrungen aus der Praxis austauschen, erfolgreiche Projekte kennenlernen, neue Kooperationen anstoßen und gemeinsam Ideen für ein starkes gesellschaftliches Miteinander entwickeln. Jetzt zur Engagementkonferenz Schleswig-Holstein am 5. November in Kiel anmelden! Anmeldeschluss: 15. Oktober 2026

Ehrenamt sichtbar machen: Fortbildung zur Öffentlichkeitsarbeit

Ehrenamt in Schleswig-Holstein stärken: lagfa-Mitglieder entwickeln Strategien für mehr Sichtbarkeit Wie gelingt es, die Bedeutung des Ehrenamts sichtbar zu machen – für die Öffentlichkeit, für politische Entscheidungsträger*innen und für potenzielle Engagierte? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Schleswig-Holstein (lagfa SH) bei einer Fortbildung zur Öffentlichkeitsarbeit am 16. Juni 2026 in Neumünster. Die Veranstaltung richtete sich exklusiv an die Mitgliedsorganisationen der lagfa SH und bot praxisnahe Impulse für eine wirksame Kommunikation rund um freiwilliges Engagement. Referentin war Julia Bousboa, Pressesprecherin beim PARITÄTISCHEN Schleswig-Holstein. Wie erreichen wir die Menschen? Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, wie Organisationen ihre Zielgruppen gezielt ansprechen und ihre Botschaften wirkungsvoll vermitteln können. Gemeinsam analysierten die Teilnehmenden, wie Geschichten aus dem Ehrenamt erzählt werden können, damit sie sich für eine zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit eignen. Dabei wurde schnell deutlich: Gute Arbeit allein reicht nicht aus. Damit die Leistungen von Freiwilligen und Engagementstrukturen gesellschaftlich wahrgenommen werden, braucht es strategische Kommunikation, klare Botschaften und die Bereitschaft, die eigene Arbeit sichtbar zu machen. Mit Blick auf die Landtagswahl 2027 Über die klassischen Fragen der Öffentlichkeitsarbeit hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden auch mit einer politischen Perspektive: Wie kann das Thema Ehrenamt im Vorfeld der kommenden Landtagswahl in Schleswig-Holstein stärker in den öffentlichen Diskurs eingebracht werden? Gemeinsam wurde diskutiert, wie die lagfa SH und ihre Mitglieder die Anliegen freiwillig Engagierter sichtbar machen können. Im Fokus standen dabei die langfristige Sicherung von Engagementstrukturen, verlässliche Förderbedingungen und die Frage, wie Politik und Gesellschaft den Wert des Ehrenamts stärker anerkennen können. Denn freiwilliges Engagement ist keine Selbstverständlichkeit. Es braucht Menschen, die ihre Zeit und ihr Wissen einbringen – und es braucht Organisationen, Freiwilligenagenturen und Ehrenamtsbüros, die dieses Engagement begleiten, vermitteln und unterstützen. Ehrenamt bleibt unverzichtbar Wie wichtig diese Strukturen sind, zeigen aktuelle Zahlen des Deutschen Freiwilligensurveys 2024: Bundesweit engagieren sich 36,7 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren freiwillig – das entspricht rund 27 Millionen Menschen. Damit bleibt das Engagementniveau trotz eines leichten Rückgangs gegenüber 2019 auf einem sehr hohen Stand. Gleichzeitig investieren Engagierte heute sogar mehr Zeit in ihre Tätigkeit als noch vor fünf Jahren. Auch in Schleswig-Holstein ist das Ehrenamt eine tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Nach Angaben der Landesregierung engagiert sich rund ein Drittel der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner freiwillig – mehr als eine Million Menschen. Zugleich stehen viele Vereine, Initiativen und Engagementförderstrukturen vor Herausforderungen: Der demografische Wandel, veränderte Formen des Engagements und die Gewinnung neuer Freiwilliger erfordern langfristige Unterstützung und verlässliche Rahmenbedingungen. Auch das Land Schleswig-Holstein verweist darauf, dass insbesondere der Ausbau von Vernetzungs- und Unterstützungsstrukturen eine zentrale Zukunftsaufgabe bleibt. Gemeinsam für ein starkes Ehrenamt Die Fortbildung in Neumünster machte deutlich: Öffentlichkeitsarbeit ist weit mehr als Werbung in eigener Sache. Sie schafft Sichtbarkeit für Menschen, die sich für andere einsetzen, stärkt die Anerkennung freiwilligen Engagements und trägt dazu bei, die gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamts ins Bewusstsein zu rücken. Mit Blick auf die bevorstehenden politischen Debatten und die Landtagswahl wird die lagfa Schleswig-Holstein diesen Austausch mit ihren Mitgliedern fortsetzen. Denn wer das Ehrenamt stärken will, muss auch darüber sprechen – laut, sichtbar und gemeinsam. Fotos: Charlotte Reimann / lagfa SH

Mitgliederversammlung der lagfa SH 2026

Gruppenbild Menschen unter Baum im Frühling mit blauem Himmel

Austausch, Wahlen und neue Impulse für die Engagementförderung Bei der Mitgliederversammlung der lagfa Schleswig-Holstein am 23. April 2026 im Nordkolleg Rendsburg standen neben Berichten und Wahlen vor allem Austausch und inhaltliche Impulse im Mittelpunkt. Themen waren die Stärkung des Ehrenamts, aktuelle Herausforderungen in der Förderlandschaft und die Frage, wie Engagement noch inklusiver gestaltet werden kann. Neue Steuerungsgruppe gewählt Im Rahmen der turnusmäßigen Wahlen wurde die Steuerungsgruppe neu besetzt. Einstimmig gewählt wurden Anne-Rose Sieland (Engagierte Stadt Ahrensburg), Catarina Mierwald (Stadt Flensburg), Alexandra Hebestreit (nettekieler Ehrenamtsbüro), Giuliana Runge (Ehrenamtsbüro Schwentinental) sowie neu Frauke Düßmann (Ehrenamtskoordination Amt Büsum-Wesselburen). Wir gratulieren herzlich zur Wahl! Neue Mitglieder stärken das Netzwerk Die lagfa SH wächst weiter: Als neue Vollmitglieder wurden die Freiwilligenagentur Neumünster, die Gemeinde Kropp, die Gemeinde Harrislee und die Stadt Uetersen aufgenommen. Zudem begrüßt die lagfa den Landesverband seniorTrainer in Schleswig-Holstein e.V. sowie die Interkulturelle Begegnungsstätte – Haus der Kulturen Lübeck e.V. als neue Partnermitglieder. Themenrunden: Demokratie und Teilhabe im Fokus In zwei Themenrunden wurde intensiv gearbeitet: Mit Blick auf die Landtagswahl 2027 tauschten sich die Teilnehmenden zu zukünftigen engagementpolitischen Herausforderungen aus. In einer zweiten Runde – angeleitet von Heike Roth vom Kompetenzzentrum Engagement im Paritätischen SH – ging es um die Frage, wie mehr Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen für ein Engagement gewonnen werden können. Klar wurde: Bessere Zugangs- und Mitwirkungsmöglichkeiten sind ein zentraler Beitrag zur Demokratiestärkung vor Ort. Förderrichtlinie sorgt für Unsicherheit Ein weiteres wichtiges Thema war die neue Förderrichtlinie im Rahmen der „Gesamtstrategie Ehrenamt“. Seit dem 1. Januar 2026 fördert das Land Schleswig-Holstein gezielt den Auf- und Ausbau engagementfreundlicher Strukturen im kommunalen Raum. Unterstützt werden Projekte, die Ehrenamtliche stärken, vernetzen und besser begleiten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass bislang noch keine Förderbescheide vorliegen – eine Situation, die bei vielen Akteur*innen aktuell für große Unsicherheit sorgt. Zeit für Austausch und Vernetzung Ergänzt wurde das Programm durch Yoga im Garten, gemeinsames Mittagessen und Zeit für Vernetzung. Auch wenn die Bewilligungen im Rahmen der neuen Förderrichtlinie noch ausstehen: Die große Bereitschaft, vor Ort Strukturen weiterzuentwickeln und Engagement zu stärken, ist deutlich spürbar. Wir sind überzeugt, dass die kommenden Förderentscheidungen wichtige Impulse setzen werden – und freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit euch zu gestalten! Fotos: Charlotte Reimann

Einsamkeit im Alter: Neue Studie zeigt, was jetzt wirklich hilft

Alte Frau guckt nachdenklich aus dem Fenster

Soziale Teilhabe im Alter stärkt nicht nur Einzelne, sondern unsere Gesellschaft als Ganzes Einsamkeit im Alter betrifft viele Menschen in Schleswig-Holstein. Sie wirkt sich auf Gesundheit, Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe aus. Gleichzeitig gibt es bereits zahlreiche engagierte Initiativen, die Begegnung schaffen und Unterstützung anbieten. Doch wie gut erreichen diese Angebote diejenigen, die sie am dringendsten brauchen? Und was braucht es, um Einsamkeit wirksam vorzubeugen? Eine neue Studie liefert dazu jetzt wichtige Antworten und konkrete Handlungsempfehlungen für Kommunen, Organisationen und Ehrenamt. Wie die Studie entstand Die Untersuchung wurde im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein durchgeführt. Beteiligt waren Wissenschaftler*innen des Instituts für Allgemeinmedizin der Universität zu Lübeck, unter anderem Prof. Dr. Katja Götz und Prof. Dr. Jost Steinhäuser. Ausgangspunkt war die Diskussion über neue Unterstützungsstrukturen für ältere Menschen. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass es zwar bereits zahlreiche Angebote gibt (etwa Dorfkümmer*innen oder Pflegestützpunkte) deren Wirkung und Reichweite jedoch noch besser verstanden und miteinander vernetzt werden müssen. Ein zentraler Impuls war daher die Forderung nach einer fundierten Ist- und Bedarfsanalyse, um Doppelstrukturen zu vermeiden und bestehende Initiativen gezielt zu stärken. Zentrale Ergebnisse auf einen Blick Die Studie bestätigt: Einsamkeit ist kein Einzelfall. Besonders Menschen ab 75 Jahren sind gefährdet. Gründe sind unter anderem der Verlust sozialer Kontakte, eingeschränkte Mobilität oder gesundheitliche Herausforderungen. Gleichzeitig wird deutlich: Schleswig-Holstein verfügt bereits über viele starke Strukturen. Besuchsdienste, Nachbarschaftsinitiativen, Mehrgenerationenhäuser und ehrenamtliche Projekte leisten wertvolle Arbeit. Die Herausforderung besteht weniger darin, neue Angebote zu schaffen, sondern bestehende sichtbarer, zugänglicher und besser vernetzt zu machen. Bestehende Angebote stärken statt neu erfinden Aus den Ergebnissen lassen sich klare Handlungsfelder ableiten: 1. Früher hinschauen und handelnMenschen, die von Einsamkeit bedroht sind, sollten frühzeitig angesprochen werden, etwa durch Hausärzt*innen, Nachbarschaft oder Ehrenamt. 2. Multiplikator*innen stärkenEngagierte, Fachkräfte und Organisationen brauchen gezielte Schulungen, um Einsamkeit zu erkennen und passende Unterstützung anzubieten. 3. Angebote sichtbar machenViele Hilfen sind vorhanden, werden aber nicht ausreichend wahrgenommen. Öffentlichkeitsarbeit und Information sind entscheidend. 4. Vernetzung ausbauenKommunen, Vereine, Wohlfahrtsverbände und Ehrenamtliche müssen noch enger zusammenarbeiten. Eine Aufgabe für uns alle Einsamkeit im Alter ist kein individuelles Versagen, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung. Politik, Kommunen, Zivilgesellschaft und Engagementstrukturen sind gemeinsam gefragt. Die Studie zeigt: Es gibt viele gute Ansätze. Jetzt kommt es darauf an, sie weiterzuentwickeln und Menschen miteinander zu verbinden. Als Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Schleswig-Holstein setzt sich die lagfa Schleswig-Holstein dafür ein, Engagement zu stärken und Teilhabe zu ermöglichen. Die Ergebnisse der Studie sind dabei ein wichtiger Impuls für die Praxis. Wie können Sie in Ihrer Kommune Einsamkeit im Alter vorbeugen? Welche Rolle spielt Ehrenamt dabei? Und wie lassen sich bestehende Angebote besser vernetzen? Entdecken Sie in der Studie konkrete Ideen für Ihre Arbeit vor Ort. Gemeinsam können wir Einsamkeit reduzieren und soziale Teilhabe im Alter stärken.

Neue Förderrichtlinie vom Land Schleswig-Holstein veröffentlicht

Fahne gestreift vor blauem Himmel in den Farben Schleswig-Holsteins (blau, weiß, rot)

Neues Förderprogramm im Rahmen der „Gesamtstrategie Ehrenamt“ Mit der neuen Richtlinie unterstützt das Land Schleswig-Holstein ab 1. Januar 2026 gezielt den Auf- und Ausbau engagementfreundlicher Strukturen im kommunalen Raum. Gefördert werden Projekte, die Ehrenamtliche vor Ort stärken, vernetzen und besser unterstützen. Wer kann einen Antrag stellen? Antragsberechtigt sind Gemeinden, Gemeindeverbände, Ämter und Zweckverbände in Schleswig-Holstein. Die Fördermittel können ganz oder teilweise an Vereine, Verbände oder andere rechtsfähige Organisationen weitergeleitet werden. Nicht rechtsfähige Initiativen können über eine geeignete Träger- oder Treuhandstruktur eingebunden werden. Die Antragstellung erfolgt jeweils über die Kommune. Was wird gefördert? Gefördert werden Personal- und Sachausgaben für Projekte zur Stärkung des Ehrenamts, z. B.: Wie hoch ist die Förderung? Wichtige Voraussetzungen Fristen und Verfahren Anträge sind beim Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung einzureichen. Ein vorzeitiger Maßnahmebeginn ist frühestens einen Monat nach Antragseingang möglich – auf eigenes Risiko, da kein Rechtsanspruch auf Förderung besteht. Geltungsdauer Die Richtlinie gilt vom 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2030 und ersetzt mehrere bisherige Ehrenamtsförderrichtlinien.

Hurra, wir feiern 5 Jahre lagfa SH!

Vier Frauen und eine 5

Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen feiert fünfjähriges Bestehen Ein Meilenstein für freiwilliges Engagement in Schleswig-Holstein Unter dem Applaus von rund 150 Teilnehmenden überbrachte die Sozialstaatssekretärin Silke Schiller-Tobies beim Dialogforum Engagement am 19. November 2025 in Lübeck die Glückwünsche der Landesregierung. Anschließend warf Katja Nowroth aus der Geschäftsführung einen kurzen Blick zurück auf 5 bewegte und erfolgreiche Jahre Netzwerkarbeit. Am 20. April 2020 gründeten rund 20 engagierte Netzwerkmitglieder in Rendsburg die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (lagfa) Schleswig-Holstein. Direkt im Anschluss fand die erste Mitgliederversammlung statt, eine Steuerungsgruppe wurde gewählt – und damit der Grundstein für ein starkes landesweites Netzwerk gelegt. Ein stolzer Blick zurück Heute, fünf Jahre später, zählt die lagfa SH rund 50 Mitglieder. Sie steht für fachlichen Austausch, gegenseitige Unterstützung, Beratung und Interessenvertretung und die gemeinsame Überzeugung, dass Ehrenamt und Engagement das Rückgrat einer lebendigen Zivilgesellschaft sind. Seit 2020 wird die Arbeit im Rahmen der Engagementstrategie des Landes gefördert – ein wichtiges Signal der Wertschätzung und ein verlässliches Fundament für nachhaltige Strukturen. Die Geschäftsführung bietet den Mitgliedern Informationen und Beratung für ihre Arbeit vor Ort, kümmert sich um Netzwerkarbeit und organisierte vielfältige Weiterbildungs- und Austauschformate. Zur Geschäftsführung gehören Katja Nowroth (ePunkt Lübeck), Alexandra Hebestreit (nettekieler Ehrenamtsbüro) und Charlotte Reimann (Freiwilligenzentrum im Kreis Plön). Gelenkt wird das Netzwerk seit seiner Gründung von einer fünfköpfigen, demokratisch gewählten Steuerungsgruppe, die strategische Entscheidungen trifft, Ziele setzt und den Fortschritt im Blick behält. Aktuell engagieren sich dort Alexandra Hebestreit (nettekieler Ehrenamtsbüro), Catarina Mierwald (Engagiert in Flensburg), Stine Nielandt (Freiwilligenagentur ePunkt Lübeck), Giuliana Runge (Ehrenamtsbüro Stadt Schwentinental) und Anne-Rose Sieland (Engagierte Stadt Ahrensburg). Mit Rückenwind in die Zukunft Fünf Jahre lagfa SH – das bedeutet fünf Jahre Vernetzung, Austausch, Unterstützung und politische Sichtbarkeit für das Engagement vor Ort. Es bedeutet auch: fünf Jahre gemeinsames Lernen, fachlicher Austausch, neue Kooperationen und das stetige Ringen um gute Rahmenbedingungen für Freiwilligenarbeit. Der Blick nach vorn ist dabei klar und optimistisch: Die lagfa SH wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass Engagement gestärkt, Infrastrukturen weiterentwickelt und Engagementförderung nachhaltig gefördert wird. Denn die Herausforderungen unserer Zeit zeigen mehr denn je, wie unverzichtbar eine starke Zivilgesellschaft ist. Wir sagen: Danke für 5 Jahre Vertrauen, Zusammenarbeit und Herzblut – und freuen uns auf alles, was kommt. Auf die nächsten 5 Jahre lagfa SH!

„Gemeinschaft ist das Herz der Demokratie“

Frau mit Brille steht konzentriert am Rednerpult

Rückblick auf die Engagementkonferenz 2025 Einsamkeit als gesellschaftliche Schlüsselfrage „Gemeinschaft ist das Herz der Demokratie“ – mit diesen Worte eröffnete Staatssekretärin Silke Schiller-Tobies das diesjährigen Dialogforum Engagement in Lübeck. Ein Satz, dem wohl alle 150 Teilnehmenden spontan zugestimmt hätten. Darunter Bürgermeister, Freiwilligenagenturen, Seniorenbeiräte, junge und ältere Engagierte, Haupt- und Ehrenamtliche. Sie alle waren aus ganz Schleswig-Holstein zur größten Engagementkonferenz im Norden gekommen, um das Thema Einsamkeit zu diskutieren und gemeinsam Lösungen dafür zu suchen. „Projekte wie Mehrgenerationenhäuser, Nachbarschaftscafés oder Freiwilligenagenturen, die Ehrenamtliche unterstützen, zeigen, dass Gemeinschaft kein Zufall ist, sondern gestaltet werden kann. Und es ist unser Auftrag dies zu tun“, betonte die Staatssekretärin in ihrem Grußwort. Das dies auch bitter nötig ist, zeigte Daniela Dohr, vom Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Die Diplompädagogin bot in ihrer Keynote einen rasanten wie kurzweiligen Überblick über die Trends und Entwicklungen, die Einsamkeit zu einer der großen Fragen unserer Zeit machen. Bettina Süphke stellte erstmals die Ergebnisse der Studie „Maßnahmen gegen Einsamkeit im Alter in Schleswig-Holstein“ vor. Im Anschluss begeisterte Prof. Dr. Katja Götz von der Universität zu Lübeck mit detaillierteren Einblicken in die Studienergebnisse und einem Fachaustausch auf Augenhöhe. Perspektive der Jungen auf Einsamkeit Im Gespräch mit Alexandra Hebestreit, Mitglied der lagfa-Geschäftsführung und Leiterin des netteKieler-Ehrenamtbüros, wies Dr. Anja Langness eindringlich auf das Phänomen von Einsamkeit und seinen sozialen Folgen unter jungen Menschen hin. Die Senior Project Managerin im Bereich Jugend und Next Generation bei der Bertelsmann Stiftung war sich sicher, dass Einsamkeit als Gefahr für die Demokratie immer noch unterschätzt wird. Ihre Handlungsempfehlungen lauten: Aus dem Publikum meldeten sich auch junge Engagierte zu Wort, wie Lara Kürschner von InMotion e.V. – eine Bewegung für mentale Gesundheit, welche die Selbsthilfekompetenz von jungen Menschen stärken und die Sichtbarkeit von Themen der mentalen Gesundheit erhöhen möchte. Lara plädierte dafür, dass die Älteren die Jüngeren auch ernst nehmen und ihnen zunächst einmal zuhören, bevor sie werten oder urteilen. Eine Konferenz mit Strahlkraft Zahlreiche Mitwirkende sorgten schließlich beim Markt der Möglichkeiten für einen gelungenen Abschluss. Wir sind total beeindruckt von dem intensiven Austausch und der Expertise der diesjährigen Teilnehmenden. Die Engagementkonferenz Schleswig-Holstein entwickelt sich zu einer Konferenz, die man auf keinen Fall verpassen sollte, wenn man verstehen möchte, was dieses Land zusammenhält. Eingeladen hatten wir als lagfa SH zusammen mit den Kommunalen Landesverbänden SH und dem Sozialministerium. Vielen Dank an die inspirierenden Referentinnen und die vielen großartigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer – wir freuen uns bereits jetzt auf die Fortsetzung im nächsten Jahr!

Dialogforum – Engagementkonferenz 2025

Plakat der Engagementkonferenz 2025

„Gemeinsam gegen Einsamkeit – Demokratie braucht Gemeinschaft“ Fachvorträge, Diskussionen und Ideenwerkstätten Die lagfa Schleswig-Holstein, die Kommunalen Landesverbände SH sowie das Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung laden herzlich ein zur Engagementkonferenz 2025 unter dem Motto „Demokratie braucht Gemeinschaft: mit Engagement gegen Einsamkeit“. Das Dialogforum bietet eine Mischung aus Fachimpulsen, Austausch in Kleingruppen und praxisnahen Ideenwerkstätten. Ziel ist es, Einsamkeit besser zu verstehen und wirksame Engagementstrategien zu entwickeln, die gleichzeitig unsere Demokratie stärken. Termin: Mittwoch, 19.11.2025Uhrzeit: 10:00–15:15 Uhr (Ankommen ab 9:30 Uhr)Ort: Media Docks, Lübeck Anmeldung bis 5. November 2025 möglich! Warum das Thema Einsamkeit uns alle betrifft Einsamkeit ist längst kein rein persönliches Gefühl mehr. Sie beeinflusst unser gesellschaftliches Miteinander, den Zusammenhalt und wirkt bis in unsere demokratischen Strukturen hinein.Ob Jugendliche, Erwachsene oder Senior*innen – Einsamkeit betrifft alle Generationen, sowohl in städtischen als auch in ländlichen Regionen. Das Dialogforum 2025 rückt daher die Fragen in den Mittelpunkt: Impulse aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft liefern Daten, Trends und neue Denkanstöße. In Ideenwerkstätten und Kleingruppen entwickeln die Teilnehmenden praxisnahe Lösungen für ihre Arbeit vor Ort. Programm Keynotes und Ideenwerkstätten: Expertinnen im Dialog Daniela Dohr Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE); Programm Engagierte Stadt Daniela Dohr (Dipl.-Päd.) bringt vielfältige Erfahrungen aus Forschung, Sozialarbeit und Engagementförderung mit. Heute arbeitet sie im Programmbüro Engagierte Stadt des BBE und fördert dort nachhaltige Engagementstrukturen zwischen Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Mit ihrer Keynote „Einsamkeit – ein gesamtgesellschaftliches Phänomen und seine (sozialen) Folgen“ eröffnet sie den fachlichen Teil des Dialogforums und gibt einen Überblick über Trends und Entwicklungen, die Einsamkeit zu einer der großen Fragen unserer Zeit machen. In ihrer Ideenwerkstatt „(GEM)EINSAM engagiert – ein unterschätztes Handlungsfeld?!“ wird es konkret: Wie können Kommunen und Zivilgesellschaft durch neue Formate, Begegnungsorte und Caring Communities Strukturen gegen Einsamkeit schaffen? Gemeinsam mit den Teilnehmenden entwickelt sie Ansätze, wie dieses Handlungsfeld stärker in der Engagementförderung verankert werden kann. Bettina Süphke Referentin für Seniorenpolitik im Sozialministerium Bettina Süphke, Referentin für Seniorenpolitik im Sozialministerium Schleswig-Holstein stellt aktuelle Maßnahmen des Landes gegen Einsamkeit älterer Menschen vor. Die Diplom-Sozialpädagogin bringt viel Erfahrung aus Sozialpsychiatrie, Bürgerengagement und der Koordination von Bürgernetzwerken in Schleswig- Holstein mit. In einem Kurzimpuls blickt Bettina Süphke auf die Landesebene und spricht zu Maßnahmen und stellt die aktuelle Studie „Maßnahmen gegen Einsamkeit im Alter in Schleswig-Holstein“ vor. In ihrer Ideenwerkstatt „Mit freiwilligem Engagement gegen Einsamkeit im Alter“ wird es praxisnah. Freiwilliges Engagement wirkt auf zwei Seiten: Für ältere Menschen schafft es Gemeinschaft und Zugehörigkeit – und gleichzeitig helfen ehrenamtliche Angebote von Vereinen und Organisationen, einsame Menschen wieder stärker einzubinden. Die Teilnehmenden sind eingeladen sich zu Erfahrungen mit Einsamkeit auszutauschen und Praxisideen zu sammeln. Wir diskutieren, wie Angebote sichtbarer gemacht und auch schwer erreichbare Menschen erreicht werden können. Dr. Anja Langness Senior Projekt Manager, Bildung und Next Generation, Bertelsmann Stiftung Dr. Anja Langness, Senior Project Managerin im Bereich Jugend und Next Generation bei der Bertelsmann Stiftung, ist Erziehungs- und Gesundheitswissenschaftlerin und promovierte in Public Health an der Universität Bielefeld. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf Jugendbeteiligung, nachhaltiger Entwicklung und dem Transfer von Forschungserkenntnissen in die Praxis.   Dr. Anja Langness zeigt in ihrem Vortrag, warum Einsamkeit unter jungen Menschen nicht nur ein persönliches Problem ist, sondern auch unsere Demokratie gefährdet. Studien belegen: Wer sich einsam fühlt, zweifelt häufiger an Politik und Gesellschaft. In ihrer Ideenwerkstatt „Jugend verbinden, Demokratie beleben – Kommunen machen den Unterschied“ geht es um konkrete Lösungen: Wie können Kommunen Räume für Begegnung und Mitgestaltung schaffen, junge Menschen einbinden und so Demokratie vor Ort stärken? Unterstützt wird sie dabei von Claudia Zempel, Stellv. Geschäftsführerin beim Städteverband SH. Prof. Dr. Phil. Katja Götz Professorin für Primärversorgungsforschung an der Universität zu Lübeck Prof. Dr. phil. Katja Götz ist Professorin für Primärversorgungsforschung und stellvertretende Leiterin des Instituts für Allgemeinmedizin an der Universität zu Lübeck. Gemeinsam mit Prof. Dr. med. Jost Steinhäuser verantwortet sie das Projekt „Entwicklung von Maßnahmen gegen Einsamkeit im Alter“, gefördert vom Sozialministerium Schleswig-Holstein. In ihrer Ideenwerkstatt stellt sie die Ergebnisse der aktuellen Studie zur Einsamkeit älterer Menschen in Schleswig-Holstein vor und lädt zum Austausch dazu ein: Wie gehen wir in Vereinen, Kommunen und Organisationen mit den Ergebnissen um? Brauchen wir mehr digitale Sichtbarkeit oder neue Kooperationen?