Engagement-Konferenz 2026
Wie Kommunen, Zivilgesellschaft und Politik durch Engagement Brücken bauen
Gemeinsam für ein starkes Miteinander
Impulse aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft liefern uns Daten, Trends und Denkanstöße. In verschiedenen Sessions steigen wir tiefer in einzelne Aspekte ein
Programm
5. November 2026
10:00 Uhr Eröffnung
Grußwort Aminata Touré, Sozialministerin Schleswig-Holstein
Keynote und Gespräche:
- Miteinander beginnt mit Beziehungen
Claudine Nierth, Bundessprecherin Mehr Demokratie e.V. - Was hält uns zusammen – oder auch nicht?
Andreas Meinlschmidt, More in Common - Engagement baut Brücken
Tobias Kemnitzer, Geschäftsführung Bagfa e.V. - Zusammenhalt im kommunalen Alltag
Bettina Schäfer, Bürgermeisterin Gemeinde Scharbeutz
Lunch & Talk: Mittagspause und Zeit für Gespräche
- Sprechen & Zuhören mit Claudine Nierth
- Gibt es Polarisierung? Perspektiven verstehen – Strategien entwickeln, mit Lisa Höhn & Andreas Meinlschmidt
- Engagementpolitischer Austausch, mit Tobias Kemnitzer & Alexandra Hebestreit
- Engagement für Miteinander – Praxisbeispiele aus Schleswig-Holstein mit Anton Mikoleit
Blitzlichter
Coffee & Talk: Zeit für Gespräche
15:00 Uhr Ende
Ort: Wissenschaftszentrum, Fraunhofer Str. 13, 24118 Kiel
Speaker:innen
Aminata Touré
Claudine Nierth
Claudine Nierth ist Moderatorin, Autorin und Künstlerin. Sie setzt sich für öffentliche Beteiligungsprozesse ein und ist Bundesvorstandssprecherin von Mehr Demokratie e.V.. Auf Bundesebene war sie Mitinitiatorin der ersten losbasierten Bürgerräte und an der Durchführung des „Bürgerrats Ernährung im Wandel“ im Auftrag des Bundestags beteiligt. Aktuell gilt ihr Einsatz der Stärkung der Dialogfähigkeit im kommunalen Kontext. 2018 erhielt Claudine Nierth für Ihr Engagement von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz.
Andreas Meinlschmidt
Andreas Meinlschmidt ist bei More in Common Deutschland tätig, einer gemeinnützigen Organisation, die erforscht, was den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und wie Brücken zwischen unterschiedlichen Gruppen gebaut werden können. Mit Studien, Dialogformaten und praxisnahen Ansätzen setzt sich More in Common dafür ein, Vertrauen, Verständigung und demokratischen Zusammenhalt zu fördern.
Tobias Kemnitzer
Bettina Schäfer
Lisa Höhn
Alexandra Hebestreit
Anton Mikoleit
Anton Mikoleit ist zertifizierter Facilitator und Organisationsberater. Er begleitet Strategie-, Organisations- und Teamentwicklungsprozesse und unterstützt insbesondere Veränderungsprozesse im öffentlichen und non-profit Sektor. Bei der Engagamentkonferenz moderiert er die Vorstellung verschiedener Praxisbeispiele aus Schleswig-Holstein. Engagierte Akteur:innen präsentieren Projekte, die zeigen, wie vielfältig Engagementförderung sein kann.
Sessions
Sprechen und Zuhören
Wie gelingt Austausch, wenn Perspektiven wirklich auseinandergehen – im Verein, im Ortsbeirat, in der Verwaltung? Das von Mehr Demokratie e.V. entwickelte Dialogformat „Sprechen & Zuhören“ bringt Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen ins Gespräch – mit einer entscheidenden Verschiebung gegenüber klassischen Diskussionsformaten: Statt zu fragen, was jemand über ein Thema denkt, fragt das Format, wie es der Person mit dem Thema geht. Diese kleine, aber wirkungsvolle Änderung der Fragestellung sorgt dafür, dass weniger über andere und mehr über die eigenen Bedürfnisse gesprochen wird – das erleichtert echtes Zuhören und schafft eine gemeinsame Erfahrung, die verbindet statt zu spalten. Für Engagementförderung, Politik und Verwaltung ein direkt anwendbares Werkzeug, um Vertrauen und Verständigung auch dort zu ermöglichen, wo Meinungsvielfalt sonst schnell zu Blockaden führt.
Gibt es Polarisierung? Perspektiven verstehen – Strategien entwickeln
Viele Menschen erleben unsere Gesellschaft derzeit als gespalten. Aber ist dem wirklich so? In diesem Workshop beschäftigen wir uns genauer mit den verschiedenen gesellschaftlichen Typen von More in Common. Ihr erfahrt mehr darüber, mit welchen unterschiedlichen Lebensrealitäten, Erfahrungen und Werten Menschen auf Gesellschaft und Politik blicken. Dabei wollen wir uns auch vertiefter damit auseinandersetzen, was sich daraus für die eigene Arbeit in Kommunen, Vereinen und Engagementstrukturen ableiten lässt. Ziel des Workshops ist es, ein tieferes Verständnis für unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven in Deutschland zu entwickeln, diese in Bezug auf die eigene Arbeit zu reflektieren und Impulse für die Stärkung des Zusammenhalts mitzunehmen.
Engagementpolitischer Austausch
Wo steht Engagementpolitik, wo muss sie hin? In dieser Thesenbattle beziehen die Teilnehmenden aktiv Position: Verschiedene Thesen werden im Wechsel von Impuls und Murmelrunden diskutiert – pointiert, kontrovers, ohne lange Vorträge. Für Akteur:innen aus Engagementförderung, Politik und Verwaltung ein Format, das eigene Standpunkte schärft und den Austausch über strukturelle Rahmenbedingungen des Engagements auf den Punkt bringt.
Veranstalter
Die Engagementkonferenz 2026 wird von der lagfa SH in Kooperation mit den Kommunalen Landesverbänden Schleswig-Holstein und dem Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein veranstaltet.
Anmeldung
Wer sich noch nicht angemeldet hat, sollte das zeitnah tun, denn die Konferenz ist fast ausgebucht.
Seid dabei und diskutiert mit!